Format-Details
Half-Life: The Alyx Vance Chronicles (Serie / SciFi)
(Postmodern Pictures)
IM SPIELMODUL VERFÜGBAR

1x01 - Volume 1: Portalstürme (1 Slot)
Vor einigen Wochen erschütterte eine gewaltige Explosion die Wüste von New Mexico. Gerüchte machen die Runde, dass es einen schrecklichen Unfall in der geheimen Forschungsanlage Black Mesa gab, in der versehendlich das Tor zu einer anderen Welt aufgerissen wurde. Nach der Explosion scheinen alle Spuren beseitigt. Doch es gibt Überlebende, die die wahre Geschichte kennen. Eli Vance (Morgan Freeman), einst einer der führenden Wissenschaftler von Black Mesa, und seine 19jährige Stieftochter Alyx (Mila Kunis) sind zwei davon und sie ahnen, dass die Katastrophe noch nicht abgewendet ist.

Nach der Bombe versuchen sie in die militärisch abgeriegelte Gegend zurückzukehren, um die Folgen zu untersuchen und hoffen auf Spuren von Alyx vermisster Mutter. Schwere Beben erschüttern die Gegend. Sie geraten in einen der ersten Portalstürme. Durch chaotisch zufällige Risse zwischen den Welten landen immer wieder außerirdische Kreaturen in unserer Welt. Zwischen den Fronten von Aliens und die Lage brutal eindämmenden Marines werden sie getrennt und Alyx kurz darauf Zeuge wie ein junger Mann aus einem der Portale geschleudert wird. Sie rettet den desorientierten Jungen, der außer seinem Namen Kilian (Anton Yelchin) zunächst kaum etwas weiß. Auf ihrer Flucht aus dem Kampfgebiet stellt sich ihnen in einer Schlucht plötzlich ein 5 Meter hoher, gepanzerter Alienkoloss entgegen. Die Lage ist aussichtlos bis plötzlich eine geheimnisvolle schlanke Gestalt im Anzug aus dem Nichts erscheint, sie an den Schultern fasst und sie alle wegteleportiert. Benommen liegt Alyx nahe am Treffpunkt außerhalb der Sicherheitszone am Boden, während der Fremde zu ihr spricht. Er kennt ihren Namen und sagt, dass sie unbedingt auf Kilian acht geben muss: „Er ist der Schlüssel zur Zukunft!“ Von fern hört sie ihren Vater rufen und plötzlich ist der Fremde verschwunden. Als sie Eli von ihrer Begegnung erzählt, erschrickt er und wird todernst: „Der G-Man ist nicht, was er zu sein scheint. Misstraue ihm, Alyx, denn vieles von dem hier hat er mitverursacht.“ Trotzdem beschließen sie Kilian zu schützen, bis sie sein Geheimnis gelüftet haben.
Eine geheimnisvolle Suche nach Antworten beginnt in den Wirren einer sich unabwendbar anbahnenden Apokalypse.
1x02 - Volume 1, Kapitel 2: Ausdehnung und Eindämmung (1 Slot)
Nachdem sie gerade erst knapp der militärischen Sperrzone entkommen sind, nimmt Eli Vance (Morgan Freeman) Kontakt mit seinem früheren Black Mesa Kollegen und Portalexperten Dr. Kleiner (Zeljko Ivanek) auf. Der hat vom ersten Ausbruch der Portalstürme beunruhigende Messergebnisse erhalten. Er ist sich sicher, dass das erst der Anfang war. Sorgen macht er sich vor allem, weil einige der Risse deutlich nördlich der Sperrzone aufgetreten sind. Das betroffene Gebiet dehnt sich rasant nach Norden bis über die Grenze nach Colorado aus, was er bereits von seinen wissenschaftlichen Mitarbeitern untersuchen lässt.

Indessen versucht Alyx (Mila Kunis) mehr über Kilian (Anton Yelchin) zu erfahren. Doch bei allen Fragen wie er plötzlich aus dem Nichts mitten in der Wüste gelandet ist, blockt er ab und zeigt Anzeichen eines schweren Traumas, das er verdrängt. Sie recherchiert übers Netz und hackt sich mit Hilfe von Elis Assistent Gerald (Enver Gjokaj) in die Datenübertragung und den Funkverkehr der Sperrzone ein. So erfahren sie gerade noch rechtzeitig, dass sie, ihr Vater und Kilian ganz oben auf deren Fahndungsliste stehen. Eilig packen sie ihre Ausrüstung zusammen und beschließen New Mexico schnellsten zu verlassen. Unterwegs wollen sie sich in Colorado ein Bild von der Lage machen.

Auf der Fahrt erhalten sie einen Anruf von Kleiner. Seine Leute haben sich nicht mehr gemeldet, seit sie im kleinen Nest Akerville eingetroffen waren, wo sich der nördlichste Spalt gebildet hat. In der abgeschiedenen 400 Seelen-Gemeinde herrscht nackte Angst. Die Bewohner haben sich bewaffnet und kämpfen gegen „Zombies“. Eli ahnt es bereits: Headcrabs sind durch den Spalt gelangt. Die fußballgroßen Parasiten springen ihren Opfern auf den Kopf, krallen sich fest und verwandeln ihre Wirte in hirnlos-blutrünstige Monster. Zusammen mit den Einwohnern versuchen sie nicht nur dieser Lage Herr zu werden und finden Dr. Jasmin Temple (Thora Birch) als einzige Überlebende aus Kleiners Team. Auch der örtliche Sherriff wird zum Problem. Denn der repariert gerade die lahmgelegte Telekommunikation und ruft das Militär zur Hilfe. Alyx und Eli versuchen schnellsten den Ort zu evakuieren, bevor die Marines hier eine skrupellose Reinigungsaktion starten.

Auf ihrer hastigen Flucht halten sich die Überlebenden Headcrabs und Zombies vom Leib, während das Militär anrückt. Erstaunen löst Kilian aus, der mit den hartnäckig-sprungkräftigen Parasiten überraschend gut umgehen kann und sogar ein Exemplar einfängt. Ein wertvoller Fund für ihre Untersuchungen, um vielleicht wirksame Schutzmaßnahmen zu finden. Aus der Ferne sehen sie nur wie Akerville in einem Napalmfeuerball verbrennt.
1x03 - Volume 1, Kapitel 3: Friend or Foe - Part I (1 Slot)
Was bisher geschah: Die Kleinstadt Akerville war der erste Ort außerhalb der Sperrzone, dem die immer weiter ausgedehnten Portalstürme außerirdische Besucher brachten. Die Headcrab genannten Parasiten sind zwar keine intelligente Spezies, aber dennoch eine ernstzunehmende Bedrohung, der das Militär schließlich mit der Ausradierung des Ortes begegnet ist. Alyx (Mila Kunis) und ihr Vater Eli Vance (Morgan Freeman) konnten immerhin die meisten Bewohner und Dr. Kleiners Assistentin Jasmin Temple (Thora Birch) retten, bevor der Napalmangriff einschlug. Dem mysteriös-verstörten Knaben Kilian (Anton Yelchin) gelang es indessen sogar ein Exemplar der Parasiten einzufangen.

Eli beschließt, dass sie Jasmin selbst zu Dr. Kleiner bringen. Der hat nahe San Francisco ein Labor, wo sie auch den gefangenen Parasiten untersuchen können. Außerdem haben sie dort bessere Möglichkeiten gemeinsam ihre nächsten Schritte zu prüfen. Die beiden Wissenschaftler fahren mit der Kreatur schonmal vor, während Alyx und Kilian noch Elis Assistenten Gerald (Enver Gjokaj) und dessen Ausrüstung abholen sollen. Mit der ausgeweiteten Militärpräsenz ist es in Colorado einfach zu heiß für sie geworden. Doch bei Gerald erwartet die beiden eine Falle. Die Marines haben Geralds Systemhacks bemerkt und dort auf seine Komplizen gelauert. Mit einem Hubschrauber werden die drei zu einer Militärbasis am Rand der Sperrzone gebracht. Schnell zeigt sich, dass der leitende General Dekkart (Bruce Boxleitner) nur eine Marionette für die Senatorin Megan Kellerhan (Christine Lahti) ist.

Die betreibt dort geradezu einen Experimental-Zoo aus allen Kreaturen, die bisher durch den Spalt kamen. In ihren Augen ist es ein Glücksfall, dass die Portalstürme zuerst die USA getroffen haben. Berechnungen zufolge, werde sich das Phänomen ohnehin auf die ganze Welt ausweiten. So hätten sie zumindest einen Vorsprung, um Gegenmaßnahmen zu ergreifen und die außerirdischen Bio- und Technologien zu erforschen. Sie will Alyx überzeugen ihren Vater und seine alten Black Mesa Kollegen wieder an Bord zu holen. Alyx spielt zunächst mit, obwohl sie schnell durchschaut, dass die Senatorin hier skrupellose Waffenforschungen betreibt. Während sie den dreien eine kleine Führung durch ihren Zoo gibt, erkennt Alyx eine der Spezies aus den Erzählungen ihres Vaters wieder: ein Vortigaunt. Intelligente Humanoide, die hervorragend elektromagnetische Kräfte kanalisieren können. Für Senator Kellerhan womöglich eine Energiequelle der Zukunft.

Doch unerwartet beginnt der Vortigaunt zu sprechen. „Was tut der Wanderer hier?“ fragt er als er Kilian erblickt und offenbar erkennt. Er und Alyx sind nun in Erklärungsnöten, doch die Senatorin hat gar nicht erst Interesse an ihren Ausflüchten: „Aus den Headcrabs lässt sich ein fantastisches Wahrheitsserum entwickeln.“ Das lässt sie General Dekkart sogleich auf Kilian anwenden. Alyx weiß, dass ihr die Zeit davonläuft und so startet sie ein riskantes Manöver. Sie erklärt sich einverstanden, ihren Vater von diesem Projekt zu überzeugen. Mit einigem Misstrauen gewährt Kellerhand ihr ein Gespräch über das Videophone. Als sie mit Eli verbunden ist, wendet Alyx sich aber gegen die Senatorin: „Dad, wenn du nicht alle 4 Stunden von mir hörst, geh mit allem an die Öffentlichkeit! Zeig der Welt den Headcrab, berichte von der Sperrzo...“ Kellerhan kappt die Verbindung: „Bringt sie zu dem anderen. Lokalisiert das Ziel des Anrufs und bringt ein Team in Stellung. Zuschlag so schnell wie möglich!“
1x04 - Volume 1, Kapitel 4: Friend or Foe Part II (1 Slot)
Alyx (Mila Kunis) wird in den Überwachungsraum zwischen zwei Verhörzellen gebracht. Auf der einen Seite schnallt man gerade den Vortigaunt fest, auf der anderen wird Kilian (Anton Yelchin) bereits das Wahrheitsserum injiziert. Senatorin Kellerhan (Christine Lahti) drängt Alyx ihr alles zu erzählen und ihre Freunde auszuliefern. Noch könne man sich friedlich einig werden und dem Jungen Schmerzen ersparen. „In ein paar Stunden geht mein Dad an die Öffentlichkeit und dann geht ihre ganze Operation hier den Bach runter. Sie haben kein Druckmittel, sie haben nur Angst!“ erwiedert sie tough. Sie lässt Alyx ebenfalls zum Verhör abführen und widmet sich Kilian, bei dem die Droge gerade alle Hemmschwellen aufweicht – und nicht nur die, die ihn die Wahrheit sagen lassen. Er beginnt sich wieder zu erinnern, hat eine Reihe von Flashbacks aus einer fremden Welt, einer bizarren Felslandschaft, die wie lose Gesteinsbrocken im All schwebt. An seiner Seite stehen Vortigaunt, die sich zum Kampf bereit machen. Dann sieht er eine Gestalt mit einer gespenstischen weißen Gasmaske und einem Schockstab, mit dem er auf ihn eindrischt. Diese Erinnerung ist schrecklich real und der Schmerz völlig gegenwärtig. Er will dort weg. Nur weg! Und dann ist er plötzlich an einem anderen Ort. Hoch oben in einer Kontrollzentrale über so etwas wie einem Testreaktor. Unten sieht er einen Mann in einem Schutzanzug eine Testsubstanz zum Reaktorkern bringen. Hinter sich hört er plötzlich eine seltsam betonende Stimme: „So beginnt es...“ Kilian wirbelt herum und sieht einen hageren Mann im Anzug mit Aktenkoffer (Christopher Walken).

Doch dies ist keine Erinnerung. Er ist dort und im Verhörraum starren Kellerhan und General Dekkart (Bruce Boxleitner) entgeistert einen leeren Stuhl an. „Ich kenne dich! Sie nennen dich den G-Man“ sagt Kilian ohne wirklich zu wissen woher. Der hilft ihm kryptisch auf die Sprünge: „Ich habe dir den Anfang eines Weges gezeigt. Aber nun sperrst du dich fortzuschreiten. Du kannst dich nicht länger deiner Rolle entziehen. Weichen müssen gestellt werden.“ Hinter ihm beginnt startet der Reaktor auf Hochtouren. Der G-Man geht langsam auf ihn zu: „Komm mit mir und lass uns die Zukunft gestalten.“ Der Reaktor reagiert unerwartet auf die Testsubstanz und eine fatale Kettenreaktion beginnt. Eine mächtige Implosion reißt hinter Kilian die Glasfront in Scherben und saugt ihn an wie ein schwarzes Loch. Er klammert sich an ein Geländer, der G-Man scheint von diesen Kräften nicht betroffen zu sein. Er kommt näher und streckt Kilian die Hand entgegen. „Diesen Weg hast du schon einmal genommen. Wähle heute klüger!“ sagt er und blickt auf das dunkle Loch im Raum hinter ihnen. Doch Kilian spürt mit jeder Faser, dass er ihm nicht trauen kann, und lässt los.

Als er wieder zu sich kommt findet er sich in den Ruinen des Verhörraums wieder. Überall herrscht Chaos und Schüsse sind zu hören. Er richtet sich auf und erblickt den Vortigaunt, der gerade mit einem mächtigen Blitz aus seinen Armen einen Soldaten niederstreckt. Er sieht noch einen zweiten, der die ohnmächtige Alyx in seinen Armen trägt. Beide verneigen sich respektvoll vor Kilian. „Gut, dass ihr zurück seid, Wanderer“, begrüßen sie ihn. Draußen wird Kellerhan gerade zu ihrem Helikopter eskortiert und gibt dem General Befehle: „Sichern sie die Anlage oder sorgen sie dafür, dass hier nichts lebend rauskommt. Aber bringen sie mir den Jungen! Um jeden Preis!“ Sie fliegt ab. General Dekkart blickt ihr kopfschüttelnd nach und dreht sich mit einem Seufzer dem Hauptgebäude zu. „An die Arbeit, Männer!“, bellt er seinen Soldaten zu.
1x05 - Volume 1, Kapitel 5: Friend or Foe Part III (1 Slot)
Kilian ist noch immer benommen, von seinem unerwarteten Dimensionstrip, der bei seiner Rückkehr offenbar ungeahnte Kräfte freigesetzt und die Militärbasis am Rande der Sperrzone ins Chaos gestürzt hat. Den Verhörzellen wird daher bisher wenig Beachtung geschenkt. Die Marines sind vielmehr damit beschäftigt den Amoklauf einiger entkommener Aliens zu stoppen. Kilian und der Vortigaunt verarzten inzwischen Alyx, die einige Prellungen und Schnitte abbekommen hat und gerade zu sich kommt. „Wir müssen hier raus!“ Viel mehr an Plan haben sie nicht. Alyx sammelt zwei Sturmgewehre ein und reicht Kilian eines: „Hast du sowas schonmal benutzt?“ „Das weiß ich nicht“, sagt er schulterzuckend. „Was ist mit denen?“ Alyx meint die beiden Vortigaunt. „Wir werden den Wanderer und seine Freunde schützen“, sagen sie. Alyx nimmt das erstmal hin Ein paar Zellen weiter befreien sie noch Elis Assistenten Gerald und zu fünft tasten sie sich durch die Basis vor und versuchen den tobenden Kämpfen aus dem Weg zu gehen.

Allmählich gewinnt das Militär wieder die Oberhand, während sie durch den „Zoo-Trakt“ pirschen. Sie gelangen gerade zu einem Kontrollraum als der General und seine Eskorte durch das Haupttor brechen. Alyx wirft einen raschen Blick auf die Kontrolltafel vor ihr und macht ein paar Eingaben. Sie hat soeben alle Sicherheitstüren entriegelt und somit alles, was bisher noch eingesperrt war, entfesselt. Schreie und Kampflärm verhallten hinter ihnen als sich eine mächtige Feuerschutztür hinter ihr schließt. „Das sollte vorerst genug Ablenkung sein. Zwei Räume weiter stellen sie aber fest, dass sie in der Falle stecken. Weder Tür, Fenster oder Lüftungsschacht führen hinaus. Sie versuchen sich durch die Wand zu sprengen, aber die ist zu massiv.

Es gibt kein Entkommen. Alyx aktiviert die Kommunikationseinheit und ruft ihren Vater an. Dr. Kleiner erscheint auf dem Monitor. Er ist erleichtert sie zu sehen, aber Eli sei bereits mit dem Headcrab zu einigen Journalisten gefahren, damit die mit eigenen Augen sehen, was er gerade an Bildmaterial ins Netz speist. In ein paar Minuten können sie die Sache nicht mehr stoppen und alles über den Black Mesa Zwischenfall und die Sperrzone geht an die Öffentlichkeit. Alyx schüttelt den Kopf. Sie sollen weiter machen, aber schnellsten abhauen, das Senator Kellerhan ihnen Kommandos auf den Hals hetzen wird. Sie erklärt dass sie dort nichtmehr rauskommen werden und gibt ihm einige Abschiedsworte an ihren Vater auf den Weg.

Eine halbe Stunde später gehen die Schutztüren hoch. Die fünf Ausreißer stehen kampfbereit den Soldaten gegenüber, doch General Dekkart meint, sie sollen sich zuerst etwas ansehen. Er übernimmt die Videokonsole und schaltet die Senatorin zu. „Wir haben die Anlage gesichert, aber Spezies 26 ist vermutlich entkommen. Außerdem sollten sie das hier sehen.“ Er öffnet ein zweites Videofenster, auf dem ein einfaches Haus zu sehen ist. „Wir haben gerade einen Anruf an Kleiner und Vance zurückverfolgen können und ein Team vor Ort. In der Einfahr sehen sie den Wagen, in dem sie geflüchtet sind. Unsere Teams stoßen gerade durch die Hinterseite vor.“ Er gibt einem seiner Marines ein Zeichen und der funkt ein Kommando weiter. Plötzlich explodiert das Auto und kurz darauf das ganze Haus, die Verbindung reißt ab.

„Was war das?“, flucht Kellerhan durch die Leitung. „Offenbar wurde eine Sprengfalle ausgelöst, Mam. Ich melde mich gleich zurück, sobald ich mehr...“ Sie stoppt ihn: „Was ist mit dem Jungen, General?“ Dekkart blickt ernst auf Kilian, der mit seinen Gefährten außerhalb des Kamerawinkels steht. „Erneut spurlos verschwunden. Diesmal mit seinen Freunden.“ Er beendet das Gespräch und wendet sich Alyx zu, die mit ihrer Fassung ringt: „Keine Sorge, Miss Vance. Ihr Vater lebt. Das war nur irgendein Haus, in dem die Brandermittler einen Fernzünder und einen geschmolzenen Server zur Datenweiterleitung finden werden. Wenn ich Sie beide schon nicht ausliefere, musste ich ihr wenigstens irgendeine Show bieten, um ihr Vertrauen zu erhalten.“ Der General schickt seine Männer raus und erklärt alles. Er glaubt nicht, dass die Senatorin die Lage richtig einschätzt, aber sie hat einen Freischein vom Präsidenten. Sie wartet hier nur neben den Portalen darauf, dass ihr außerirdische Technologie in den Schoß fällt und sie das Black Mesa Erbe plündern kann. „Sagt Ihnen Apparature Science etwas, Miss Vance?“ „Natürlich, das war der größte Konkurrent von Black Mesa in fast allen Forschungsfeldern. Die haben sich schon seit dem kalten Krieg einen Industriespionagekampf geliefert.“ Dekkart nickt: „Und raten sie mal wer vor seinem Amtsantritt im Aufsichtsrat von Apparature Science saß!“ Dieser Kampf sei zu wichtig, um von persönlichen Interessen korrumpiert zu werden. Er habe geschworen die Menschen seines Landes zu beschützen und glaubt inzwischen, dass die Black Mesa Überlebenden wie Kleiner und Vance ihre beste Chance sind. Und Kilian, den die Vortigaunt offenbar als eine Art Botschafter respektieren. Er verspricht sie zu decken und zu helfen, vor allem aber bereit zu sein, wenn es zum Krieg mit der anderen Seite kommt. Bis dahin müssten sie im Heimlichen Kräfte sammeln und die Welt langsam und ohne chaotische Massenpanik vorbereiten. Er lässt die fünf von zwei seiner Leute zu einem Fahrzeug bringen, mit dem sie untertauchen können.

Wenig später meldet sich die aufgebrachte Senatorin: Über Youtube verbreiten sich rasant Videos von Kleiner und Vance, die Fakten und Beweise für ihre Black Mesa Vertuschung liefern. Die Presse springt bereits drauf an. Dekkart seufzt: „Dann wohl doch mit Massenpanik.“
1x06 - Volume 1, Kapitel 6: Es besteht keine Gefahr (1 Slot)
„Absurde Verschwörungstheorien!“, dementiert Senatorin Kellerhan die letzte Frage nach den Alienvideos im Internet. Die versammelte Presse gibt sich damit aber noch nicht zu frieden und so erweitert sie entnervt zu einem Statement: „Sie alle wissen, dass es auf einem militärischen Testgelände in New Mexico zu einem Unfall kam. Nach wie vor können wir aus Gründen der nationalen Sicherheit nicht ins Detail gehen, aber ich versichere erneut: es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung. Nach wie vor versuchen wir zu klären, ob es sich dabei wirklich um einen Unfall oder doch einen mit terroristischer Absicht herbeigeführten Vorfall handelt. In diesem Zusammenhang wurde schon vor Veröffentlichung dieser angeblichen Beweisvideos nach den Wissenschaftlern Vance und Kleiner gefahndet. Dass sie nach der Explosion nun mit solcher Panikmache erneut Unruhe machen, verstärkt den Verdacht nur. Ebenso die Tatsache, dass seit fast drei Tagen die Funk- und Telefonverbindungen in fast ganz New Mexico ausgefallen sind. Dafür braucht es keine Aliens, das können auch eine handvoll ausgefuchster Wissenschaftler erreichen, die Panik stiften wollen.“ Weitere Fragen beantwortet sie nicht und verlässt das Podium.

Am Fernseher haben Eli Vance und Dr. Kleiner die Pressekonferenz verfolgt. Nun wissen sie wenigstens, warum sie so lange nichts mehr von Alyx gehört haben. Sie hoffen nur, dass sie und ihre Freunde es inzwischen aus New Mexico heraus geschafft haben. Selbst können sie leider nicht viel unternehmen. Solange ihre Internetvideos Thema jeder Talkshow und Nachrichtensendung sind, können sie nichtmal vor die Tür.

In einem Kleinbus studieren Alyx und Gerald eine Straßenkarte, während im fensterlosen hinteren Teil die beiden Vortigaunts an einem Satellitentelefon herumbasteln. Fast alle Interstates sind in beide Richtungen blockiert – wahrscheinlich um Schaulustige und Journalisten draußen und womögliche Augenzeugen drin zu behalten. Seit zwei Tagen versuchen sie den Bundestaat zu verlassen und geraten immer wieder in Sackgassen. Kilian tut die Hitze gar nicht gut. Seit seinem überraschenden Dimensionssprung leidet er unter Fieber und schläft fast die ganze Zeit. Doch endlich gibt es gute Nachrichten. Die Vortigaunt haben das Satellitentelefon ans Laufen bekommen und mit einiger Hilfe von Gerald kommen sie damit durch die Störfrequenzen. Alyx ruft sofort ihren Dad an und berichtet ausführlicher von den Ereignissen der letzten Tage. Als sie ihre Position durchgibt erschrickt er. Seit drei Tagen gäbe es in dem Umkreis eine massive Ballung von Energie – doch diesmal habe sie sich nicht in kleinen, kurzlebigen Portalen entladen. Wenn sich dieses Spannungsfeld weiter aufbaut, dann könnte es absolut katastrophal werden. Sie müssen schnellsten aus dem Staat raus, aber Eli kann ihnen leider nicht helfen. Alyx sieht keine andere Wahl als sich an General Dekkart zu wenden. Der steht gegenwärtig mächtig unter Druck von der Senatorin. Trotzdem will er ihnen ermöglichen aus dem erweiterten Sperrgebiet zu gelangen. In ihrer Nähe arbeitet einer seiner besten Männer. Wenn sie ihn finden und mitnehmen bringt er sie durch alle Blockaden. Alyx gibt ihm noch die Warnung ihres Vaters weiter. Dem fällt sofort das timing auf. Diese Energieballung hat ab der Stunde begonnen als seine Basis durch Kilians Sprung zerstört wurde.

Schnell haben sie den Feldposten von Sgt. Chester Hamill ausfindig gemacht. Der ist aber gerade mitten im Einsatz. Sie jagen eine der geflohenen Kreaturen, ein viergliedriges, insektenartiges Vieh, das wie eine Mischung aus Ameise, Heuschrecke und Gottesanbeterin aussieht. Dieses Exemplar ist besonders groß und wiederstandsfähig. Alyx kann die Hilfe von zwei echten Spezialisten anbieten. Die Vortigaunt kennen diese Kreaturen, deren Namen sie grob als Ameisenlöwe in die Sprache der Menschen übersetzen. Chester nimmt nur eine handvoll vertrauenswürdiger Leute mit zum Tunneleingang, wo sich das Biest zuletzt eingegraben hat. Am Ende einer gefährlichen Jagd haben sie es eingekesselt und erlegt. Doch die Vortigaunt machen eine schreckliche Entdeckung, die sie vorerst aber nur Alyx anvertrauen: dieses Männchen ist ein Brutwächter und alles deutet darauf hin, dass er erst kürzlich eine Königin befruchtet hat. Alyx entscheidet sich dagegen, diese Information zu teilen. Sonst könnte sich Sgt. Hamill für eine weiter Jagd entscheiden und sie säßen noch länger hier fest. Stattdessen bringen sie ihn dazu, sie westlich bis weit nach Arizona zu bringen. Und das keinen Augenblick zu früh. Hinter ihnen breitet sich ein tieffinsterer Himmel mit bizarrem Lilaschimmer aus. Kilian, dem es zueltzt immer schlechter ging, schreckt immer wieder aus seinem Fieber aus: „Sie kommen“, flüstert er angstvoll vor sich her.
1x07 - Volume 1, Kapitel 7: Kontakt (1 Slot)
Teils kilometergroße Gesteinsbrocken driften auf ruhigen Kreisbahnen vor einem grünlichen Sternennebel an Kilian vorbei. Komplexe und fremdartige Gebaudeformationen sind auf ihnen zu erkennen, spitz in den Ausformungen und manche scheinen gar organisch zu pulsieren. Ein Dutzend Vortigaunt kniet vor einer riesigen Kreatur, die vor ihnen einige Meter über dem Boden schwebt und fast nur aus Kopf zu bestehen scheint; fast wie ein gewaltig großer Embryo mit vergleichsweise winzigen Augen und Gliedmaßen. Aufregung entsteht unter den Außerirdischen und unverständliche Worte des Giganten hallten in Kilians Kopf, der unter seinen Blicken vom Boden abhebt. Über ihm formt sich ein kleines Portal. Ein gebündelter Energiestrahl lässt plötzlich einen der Vortigaunt zerplatzen. Ein Dreibiniges Kampfvehikel von über 20 Metern Höhe ist hinter einem Felsvorsprung aufgetaucht. Flankiert von zwei fliegenden Kreaturen, die wie dicke Larven aussehen, und einer Schar weiß maskierter Humanoide, die das Feuer eröffnen. Kilian will helfen, streckt hilflos auf die Portalöffnung zugleitend seine Hand nach dem Führer der Vortigaunt aus. „Noch nicht“, hallt die Stimme der großen Kreatur in seinem Kopf. „Deine Zeit kommt noch.“

Kilian schreckt auf und findet sich in einem etwas verdunkelten Zimmer. Etwas schwach schlüpft er aus dem Bett und geht in ein Wohnzimmer, wo ein Fernseher läuft. Eine Reporterin steht vor mehreren Rauchsäulen einer Stadt. Dem Laufband zufolge Denver in Colorado. „...zur Stunde ist weiterhin ungewiss, was diese Anomalien verursacht hat. Zusammenhänge mit den New Mexico Vorfällen werden weiterhin dementiert. Meldungen über angebliche Kettenreaktionen im CERN Beschleuniger werden von wissenschaftlicher Seite nicht gestützt. Wir schalten zu unserem Reporter Dave Landner, der zur Stunde Salt Lake City erreicht, das seit gestern ein Epizentrum der Anomalien wurde...“ Ein Geräusch schreckt Kilian auf. Alyx ist aus der Küche gekommen und freut sich ihn wieder auf den Beinen zu sehen. Er war 11 Tage lang nicht ansprechbar. In der Zwischenzeit, erzählt sie, haben sie Dr. Kleiners Versteck erreicht und begonnen Informationen zu sammeln. Kurz nach ihrer Flucht aus New Mexico brach dort alles zusammen und eine Art Sturmsäule hat sich über den halben Bundesstaat ausgebreitet. Die Regierung hat den Notstand erklärt. Die Presse kann nur noch über Folgen berichten, aber wer über Ursachen berichtet wird schnell abgeschaltet. Kurz gesagt: es herrscht Panik im Land. „Wir müssen den General erreichen“, sagt Kilian. „Ich kann mich wieder erinnern.“

Sgt. Hamill, der seit ihrer Flucht als Kontaktmann bei ihnen geblieben ist, stellt mit etwas Mühe eine Verbindung her. Kilian erklärt, an was er sich wieder erinnert. Schon vor Black Mesa seien sich die Erde und die Zwischenwelt Xen nahe gewesen. Xen selbst schwebte zu dieser Zeit in Gefahr durch eine Invasion. Die Aliens, die damals auf die Erde kamen als Black Mesa einen Spalt geöffnet hat – unter ihnen auch die ersten Vortigaunt - waren nicht die Invasoren. Sie waren die Flüchtlinge von Xen, die plötzlich einen Ausweg fanden. Dummerweise haben sie ihre Verfolger nun auf die Erde aufmerksam gemacht. Das war es wovor, der Anführer der Vortigaunt ihn warnen wollte und die Botschaft, mit der er ihn zurückgeschickt hat, kurz bevor er auf Alyx getroffen ist. Sie müssen an den Ursprungsort der Sturmsäule gelangen und den Spalt zum Zusammenbruch bringen, bevor die Besatzer von Xen ihre Armeen hierher bringen können. Dr. Kleiner hat Einwände. Seinen Analysen nach ist es inzwischen unmöglich dorthin zu gelangen. Die Strahlung würde ihn grillen und die wirkenden Kräfte könnten ihn leicht zerfetzen. Im Zentrum der Anomalie ist schlicht kein menschliches Leben mehr möglich. „Ja“, stimmt Kilian zu, „nicht auf dieser Seite. Aber es gibt einen zweiten Ursprungsort und der liegt auf Xen.“

Er berät sich mit den Vortigaunts und sie sind zuversichtlich, dass sie ihm helfen können seinen kleinen Stunt aus der Militärbasis zu wiederholen. Generall Deckart ist davon nicht begeistert, weil genau so ein Sprung erst die Sturmsäule gestartet hat. Es könnte alles noch schlimmer machen. Kleiner wirft ein, dass es kaum noch schlimmer ginge. Bei der Ausbreitungsrate wäre es nur noch eine Frage von Wochen bis es den ganzen Kontinent bedroht und wenn die Kräfte weiter anwachsen hat das katastrophale Folgen auf das Klima und die Plattentektonik der Welt. Wenn sie die Anomalie nicht bald eindämmen, dann ist es zu spät, weil die folgenden Naturkatastrophen sie auslöschen würden. Dieser Argumentation muss er zustimmen, aber er will es auf sicherem Gelände durchführen und die Lage persönlich mit seinen Elitetruppen überwachen. „Bleibt noch das Problem mit der Strahlung...“ Dafür hat Eli Vance eine Idee und holt aus dem Labor einen Black Mesa Schutzanzug, den Kilian gleich anprobiert. „Damit haben wir einen Plan. Gehen wir es an.“
1x08 - Volume 1, Kapitel 8: Das Gesicht des Feindes (1 Slot)
Mündungen aller Kaliber richten sich auf den Punkt, an dem Kilian flankiert von zwei Vortigaunts steht. Der Himmel ist finster, blitzdurchzuckt und stürmisch. Der Sand von New Mexicos Wüste peitscht General Dekkarts Männern entgegen und hinter ihnen ist der halbe Horizont in Schwärze gehüllt. Sie sind so nah am Rand der Sturmsäule wie es nur möglich ist. Die letzten zweihundert Meilen bis zu jenem Punkt, an dem Kilian vor einigen Wochen aus dem Nichts erschien, haben sie keinen Menschen mehr gesehen. In einem gepanzerten Bus rund 300 Meter entfernt nehmen Eli Vance und Dr. Kleiner die letzten Kalkulationen vor. Sie sind überzeugt, dass dies der beste Ort für ihren Versuch ist einen stabilen Weg nach Xen zu schaffen. Die Vortigaunt kanalisieren ihre Kräfte und erzeugen ein Spannungsfeld um Kilian herum. Von Eli und Gerald über einen Quadratkilometer verteilt positionierte Pylonen dienen als Feldverstärker. Mit einem Stossgebet blickt Gerald unruhig zwischen der dunklen Sturmwand und der auf der anderen Seite zwei Meilen entfernten mobilen Artillerie hin und her. Das kann verdammt übel ausgehen. Über den Funk in seinem Schutzanzug kann Kilian Alyx Stimme aus der Funkzentrale neben dem Panzerbus hören. Das Surren des Energiefeldes schwillt an und bevor es noch seinen Höhepunkt erreicht beginnen die Silhouetten von Kilian und der Vortigaunts kurz zu flirren und dann sind sie einfach fort.

Bange Augenblicke vergehen, in denen sie einfach auf den leeren Fleck starren. Die Soldaten klammern sich an ihre Waffen. Eine Stunde verstreicht in quälender Ungewissheit. Der Sturm wird schlimmer. Alyx warnt, dass sich die Front ausdehnt und erneut an Intensität gewinnt. Lange können sie diese Position nicht mehr halten. Sie diskutieren hitzig darüber wie viel Zeit sie Kilian für seine Mission einräumen, bevor sie Stellung aufgeben. Nach drei weiteren Stunden befiehlt der General seinen Männern sich in die geschützeren Fahrzeuge zurückziehen. Doch der Sturm macht den Instrumenten zu schaffen und die Computer stürzen der Reihe nach ab. Deckart befiehlt den Rückzug bis zur Artillerie. Doch einige der Fahrzeuge starten nicht mehr. Alyx hilft den Mechanikern bei der eifrigen Reparatur als plötzlich alle Elektronik verrückt spielt und ein flirren das Pylonenfeld füllt. Für einen Moment sieht Alyx Kilians Gestalt und auf ihrer Funkfrequenz brüllt er durch statisches Rauschen eine panische Warnung. Aus dem Flirren tritt ein Mann im Anzug und mit Aktenkoffer hinter Kilian und fasst ihm auf die Schulter. Der G-Man und Kilian sind plötzlich verschwunden. Hinter ihnen zieht sich die Sturmsäule zusammen. „Er hat es geschafft“, flüstert Gerald zu ängstlich verfrüht zu jubeln. Zurecht, denn das dunkle Gebilde löst sich nicht auf, sondern wird nur instabil, ein Strudel schwarzer Punkte wirbelt in immer größeren Bahnen vom Mittelpunkt weg. Jeder davon ist ein Portal. Die ersten treffen auf den Boden und lösen Erdbeben aus. Risse ziehen sich durch den Boden. Ein schreckliches Schauspiel entfaltet sich vor ihren Augen und scheint ihre Realität endgültig zu zerreißen. Doch dann werden die Flugbahnen langsamer, der Himmel klart sich merklich auf. Nur Kilian bleibt verschwunden. Dafür melden Kleiner und die militärische Aufklärung gleichzeitig Alarm als aus einigen entfernten Portalen unidentifizierte Flugkörper stoßen. Sechs halborganische Shuttles von gut 50 Metern Länge werden gesichtet und nehmen bald Kurs auf ihre Stellung auf. Der General hadert nicht lange und befiehlt höchste Gefechtsbereitschaft. Eines der Shuttles bricht aus der Formation aus und beschleunigt. Die Soldaten eröffnen das Feuer kurz bevor zwei Raketen in ihrer Mitte einschlagen.

Der Kampf hat begonnen. Die Flak-Panzer konzentrieren ihr Feuer auf den vorderen Gleiter, Lenkraten zwischen über Alyx Kopf in den Himmel. Ein schweres Bordgeschütz mit hoher Schussfrequenz pflügt durch den Sand und streckt die ersten Marines nieder. Der Rest sucht bessere Deckung hinter den Panzern und hält dagegen. „Na also, immerhin nicht unbesiegbar“, grinst der General als der Gleiter beim Einschlag einer weiteren Rakete zerplatzt und in einem brennenden Regen aus Wrackteilen in die Wüste stürzt. Die restlichen fünf Gleiter haben indessen eine halbe Meile entfernt zur Landung angesetzt. Aus vier von ihnen strömen Truppen in hohen Kampfstiefeln, weißen Atemmasken und überlegenen Sturmgewehren. Die Artillerie fackelt nicht lange und lässt in ihrer Mitte Feuer regnen. Die feindlichen Truppen werden auseinandergetrieben und arbeiten sich in kleinen Gruppen mit starkem Feuer vor, das die Marines in ihren Deckungen festnagelt. Mehr Sorgen bereitet aber das turmhohe dreibeinige Fahrzeug, das sich aus dem Laderaum des letzten Gleiters entfaltet. Dieses Tripod-Ungetüm steckt immens viel Feuer ein – und beginnt kurz darauf heftig auszuteilen. Mit seiner primären Energiekanone zerlegt es einen Panzer nach dem nächsten, bevor es überhaupt erste Schäden zeigt. Deckart evakuiert Alyx und ihre Wissenschaftler-Freunde. Einige hundert Meter entfernt hat das letzte Beben mehrere Meter tiefe Krater in den Boden gerissen. Dort will er für sie mehr Deckung finden. Alyx und ihr Vater tüfteln aber eine bessere Idee aus wie sie den Schutzschild es Kolosses lahmlegen könnten. Sie wollen ihn in das Pylonenfeld locken. Wenn noch genug davon funktionieren können sie ein starkes, gegenpolares Energiefeld erzeugen, um den Tripod wenigstens zu schwächen. Sgt. Hamill hat einen funktionierenden Wüstenbuggy bereit und will den Lockvogel spielen. Doch es gibt noch ein Problem. Bei all den Interferenzen können sie die Pylonen nicht aus dieser Entfernung auslösen. Alyx beschließt mitzufahren. Sie hat genug mit ihrem Vater an den Teilen gearbeitet um den Plan umzusetzen und Hamill hat mit dem manövrieren genug zu tun.

Sie starten eine waghalsige Hetzjagd durch die feindliche Front. Der General lässt kurzzeitig das Feuer auf den Tripod einstellen, so dass Hamill mit zwei Raketenschüssen die meiste Aufmerksamkeit erzeugt. Es funktioniert und der Walker folgt ihnen. Mit knappen Vorsprung erreichen sie das Feld, doch Hamill bekommt es noch mit gegnerischen Fußtruppen zu tun. Der Kampflärm lockt noch dazu einige Antlions an, die in der Nähe aus dem Boden brechen. Zum Glück lenken sie eher den Feind ab, als den Buggy anzugreifen. Doch als Alyx manuell einen der Pylonen wieder hochfahren muss, bekommt auch sie es mit einem der außerirdischen Rieseninsekten zu tun. Während Hamill eine weite Schleife fährt, erledigt sie das Biest aber und macht das Feld einsatzbereit. Ein mächtiger Energieeinschlag aus der Tripod-Kanone neben dem Buggy wirft das Fahrzeug was um. Rasend beschleunigen sie auf Höchstgewschwindigkeit. Vor ihnen sehen die beiden wie der gewaltige Sturm plötzlich endgültig kollabiert und auch die Portalstrudel nacheinander zusammenbrechen. „Er hat es geschafft!“ ist sich Alyx nun endlich sicher. Sie aktivieren das Feld und der Tripod schwankt kurz als seine Elektronik gestört wird. Hinter ihnen blitzen die Rohre der Artillerie und der restlichen Panzer auf. Der Rumpf des Tripod zerbirst in einem Feuerball.

„Ich denke wir haben die meisten von ihnen erwischt, aber ich bin mir sicher ein paar verstecken sich noch“, meldet General Deckart über Satellit an Senatorin Kellerhan. So ein Spektakel ist nicht unbemerkt geblieben. Ihr misfällt seine heimliche Arbeit mit Kleiner und Vance, aber das schert Deckart nicht. „Soll sie doch die Leute an den Pranger stellen, die gerade New Mexico und vielleicht die Welt vor dem Untergang gerettet haben. Das sähe nicht gut aus.“ Alyx Feierlaune ist getrübt: keine Spur von Kilian und alle Portale haben sich vorerst geschlossen. Auch Hamill ist nicht zufrieden. Die Antlions haben offenbar bereits Tunnelsysteme durch die ganze Wüste, einzelne Fußtruppen des Feindes sind noch frei und zwei der Gleiter sind während der Schlacht verschwunden. Wer weiß wie viel außerirdisches Leben während der Sturmfront noch eingedrungen sind. Das alles wird schwere Folgen haben. Unvorhersehbare Konsequenzen, mit denen sie sich in Zukunft auseinandersetzen müssen.