Format-Details
Family Secrets (Serie / Horror)
(Ösi Productions)
IM SPIELMODUL VERFÜGBAR
Jeffrey McNohan ist 22 Jahre alt, kommt aus einfachen Verhältnissen und steckt mitten in seinem Medizin-Studium, das er sich nur durch ein Leistungsstipendium leisten kann, als er eines Tages einen Brief einer Notar-Kanzlei aus New York erhält der Inhalt: sein Großvater sei gestorben und habe ihm ein Appartement in der Upper Eastside von Manhattan vermacht. Der Haken? Jeffreys Eltern, die vor 2 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind, haben ihm sein ganzes Leben lang erzählt, dass sein Großvater nicht mehr leben würde. Da er auch sonst keine Familie mehr hat, beschließt er kurzerhand, sich die Wohnung anzusehen. Eine Entscheidung mit ungeahnten Folgen...

Darsteller: Darren Criss (Jeffrey), Amber Heard (Andrea), Kathy Bates (Rosemarie), Richard Madden (Hunter)

1x01 - Welcome to Hardwick Manor (1 Slot)
Als Jeffrey die Autotür das Taxis hinter sich zuwarf und den Blick hob, musste er kurz Luft holen. Als er den Brief erhalten hatte, wusste er nicht, was ihn erwarten würde, und auch das Gespräch mit dem Notar, das nur knappe 20 Minuten gedauert hatte, hinterließ ihn nur mit mehr Fragen, einem Zettel mit der Adresse und dem Schlüssel. Das Apartmenthaus, das den Namen „Hardwick Manor“ trug, hatte 6 Stockwerke und der viktorianische Baustil wirkte luxuriös, konnte aber die Zeichen des Alters nicht komplett vertuschen. Jeffrey schulterte seinen Rucksack und wurde kurz nach Betreten von Hunter Jameson begrüßt, dem Concierge, der ihm nach einem kurzen Gespräch bereitwillig den Weg zu seinem neuen Appartement zeigte.

„Es ist schön, wieder jemanden Junges hier zu sehen unter uns gesagt das Haus ist voller alter Säcke, die nur mehr auf die Abholung warten..“ Hunter lächelte ihm zu und verabschiedete sich dann mit einem dezenten Nicken, als Jeffrey die Tür erfolgreich gefunden und geöffnet hatte. Alte, abgestandene Luft schlug ihm entgegen, als er einige Schritte in die Wohnung machte und als er endlich den Lichtschalter gefunden hatte, hatte er das Gefühl, etwas würde vor seinen Augen den Gang entlanglaufen, bis endlich die alten Glühbirnen ihren Dienst antraten. Er stellte seine Sachen ab, ignorierte die geschlossenen Türen und steuerte das große Wohnzimmer am Ende des Flurs, dessen Tür zwar geschlossen, aber ein kleiner Lichtschimmer unter dem Türschlitz zu sehen war.

„Hallo?“ fragte er laut, als er langsam einen Flügel öffnete und sofort die brennende Kerze auf Boden sah. ‚Hunter sagte doch, dass seit dem Abtransport meines Großvaters niemand mehr die Wohnung betreten hatte?‘ schoss es ihm durch den Kopf, als er auf die einzige Lichtquelle des Raumes zutrat und den Brief, der danebenlag, aufhob. Er vermerkte sich auf seiner geistigen Liste, mit Hunter darüber zu reden, und riss dabei den Umschlag auf. Ein zweiseitiger Brief war darin. „Lieber Jeffrey“ sagte die erste Zeile des in schöner Handschrift geschriebenen Briefes „.. willkommen in Hardwick Manor..“
1x02 - The Warning (1 Slot)
Was bisher geschah: Jeffrey wurde von Hunter zum Appartement gebracht und fand darin eine brennende Kerze mit einem an ihn gerichteten Brief

Jeffrey hatte die letzte Nacht damit verbracht, sich Gedanken über den Brief seines Großvaters zu machen, der sich darin dafür entschuldigte, nie Teil seines Lebens gewesen zu sein und einige mysteriöse Andeutungen machte, warum er sich entschieden hatte, das Appartement genau ihm zu vermachen. Genauere Informationen waren nicht jedoch leider nicht zu finden. Ein weiteres Gespräch mit Hunter am nächsten Tag führte auch zu nichts und als er ihn nach der Kerze fragte, fing dieser laut zu lachen an, bis er merkte, dass Jeffrey keinen Scherz gemacht hatte. Hunters Gesicht wurde ernst und er versicherte ihm mehrmals, dass seit dem Abtransport seines Großvaters niemand das Appartement betreten haben konnte.

Die nächsten Tage verbrachte Jeffrey damit, die Wohnung auszumisten und wurde dabei überraschend von Hunter unterstützt, der ihm anbot, ihm nach seiner Schicht zu helfen. Jeffrey nahm dieses Angebot natürlich dankend an, war Hunter doch nicht nur ein helfendes Paar Hände sondern auch jemand, der seinen Großvater gekannt hatte. Während sie dabei waren, die alte Kleidung zusammen zu packen und in Kisten für die Wohlfahrt zu verstauen, wurden sie plötzlich von einem Ohrenbetäubenden Schrei unterbrochen.

Als die Beiden auf den Gang stürmten, fiel Jeffrey eine junge Frau in die Arme, die Hunter nach einem kurzen Augenblick mit dem Namen Andrea Miles ansprach und versuchte, sie zu beruhigen. Doch Andrea ignorierte ihn, klammerte sich an Jeffrey und sah ihm tief in die Augen. „Hör mir zu.. ich weiß, ich wirke wie eine Verrückte aber du musst hier raus. Verlasse Hardwick Manor.. verschwinde, so schnell du kannst!“
1x03 - House of Lies (1 Slot)
Was bisher geschah: Während Jeffrey und Hunter die Wohnung entrümpelten, wurden sie von Andrea unterbrochen, die schreiend den Flur entlang lief und Jeffrey daraufhin warnte, dass er das Haus sofort verlassen müsse

Die Begegnung mit Andrea Miles ging Jeffrey nicht aus dem Kopf. Obwohl Hunter sich für sie entschuldigt hatte und meinte, dass Andrea die Enkelin von Rosemarie Miles, einer Nachbarin, war und unter psychischen Problemen litt, war die Angst und der Terror, den er in diesem Moment in ihren Augen sah, sehr überzeugend. Doch wovor wollte sie ihn warnen? Er musste noch einmal mit ihr sprechen, ohne dass Hunter sie unterbrechen konnte doch vorerst wollte er zumindest das Schlaf- und das Wohnzimmer von dem alten Gerümpel befreit haben. Bis auf alte Tagebücher seiner Großmutter die wohl schon einige Jahre vor seinem Großvater verstorben war kamen kaum interessante Dinge zum Vorschein.

Mittlerweile lebte er 2 Wochen in dem Apartment und Hunter half ihm noch immer nach seinen Schichten, Ordnung in die alten Räume zu bringen. Der Concierge hatte eine freundliche Art, doch Jeffrey bekam immer mehr das Gefühl, dass er jeden Abend nicht nur vorbei schaut, um ihm zu helfen sondern um ihn zu überwachen. Als er Hunter vor einigen Tagen davon erzählte, dass er plante, die alten Tapeten im Wohnzimmer abzulösen und neu zu streichen, bekam er direkt einen panischen Ausdruck in den Augen und bat ihn, doch einfach die Tapeten zu übermalen .. er gab vor, Jeffrey Arbeit ersparen zu wollen doch das war eine Lüge, davon war Jeffrey überzeugt, er wusste nur nicht, warum.

Als er am Abend beim Miles Appartement anklopfte, öffnete ihm Rosemarie die Tür. Sie war eine etwas robustere, ältere Dame, die immer noch versucht war, dass sie sich den Glamour der alten Tage herbeisehnte. Er fragte nach Andrea, doch Rosemarie winkte ab, meinte, dass es ihrer Enkelin nicht gut ging und warf ihm die Tür vor der Nase zu
1x04 - Bloody Message (1 Slot)
Was bisher geschah: Jeffrey wurde von Andrea Miles gewarnt, das Haus umgehend zu verlassen, doch der Concierge Hunter tat ihre Warnung als Aussage einer Verrückten ab. Doch auch Hunter verhält sich immer komischer und bringt Jeffrey dazu, an seinen Motiven und Aussagen zu zweifeln. Als er Andrea sprechen möchte, knallt ihm Rosemarie Miles die Tür vor der Nase zu.

Es war Mitten in der Nacht als Jeffrey von einem wilden Klopfen an der Tür geweckt wurde. Er öffnete verschlafen die Tür und wurde von Andrea fast umgerannt, als sie sich an ihm vorbei in die Wohnung drückte und sie ihn bat, sofort die Tür zu schließen. Sie erzählte, dass sie von seinem Besuch gehört hatte und ihn unbedingt sprechen musste am Tag würden die Alten und Hunter zu sehr aufpassen und so war dies ihre einzige Gelegenheit. Sie fragte ihn, warum er noch immer hier sei, warum er das Haus noch nicht verlassen hatte und je mehr sie sprach, umso verrückter kam sie ihm vor. Hatte Hunter ihn doch nicht belogen?

Doch sie wiederholte ihre Warnung und meinte plötzlich, dass sie ihm etwas zeigen müsse. Sie sprang auf und lief hektisch ins Wohnzimmer. Ohne ein weiteres Wort zu sagen nahm sie ein Bild von der Wand, schnappt sich ein Messer und löste damit die Tapete. Jeffrey überlegte kurz, Einspruch zu erheben.. aber er wollte ihr glauben, irgendetwas stimmte hier nicht und die Tapete wollte er sowieso loswerden.

Im nächsten Moment hörte er, wie jemand die Tür aufsperrte, drehte sich um und sah Hunter, gefolgt von Rosemarie Miller in die Wohnung stürmen. „Was soll das?“ schrie er, und meinte es auch so. Wieso betraten die zwei Mitten in der Nacht einfach seine Wohnung? Was ging hier vor sich? „Mein Gott Andrea, was hast du getan?!“ schrie Rosemarie auf, in dem Moment drehte sich Jeffrey wieder zurück und erblickte, was Andrea frei gelegt hatte. Auf der stand in großen, roten Buchstaben. „Ihr werdet alle sterben. Jeder einzelne. Und ihr könnt nichts dagegen tun!“
2x01 - Bloody Dream (1 Slot)
Schwarz. Es war dunkel und er fror. Warum war es so schrecklich kalt? Er hörte entfernt Stimmen, doch es blieb stockfinster. Jeffrey wusste nicht, was passiert war, er versuchte mit seinen Händen etwas zu ertasten – eine Wand, ein Möbelstück… irgendetwas, doch er bekam nichts zu fassen. Plötzlich verlor er den Boden unter den Füßen und er hatte das Gefühl zu fallen. Wind strich ihm um die Ohren und ein gellender Schrei zerriss die Dunkelheit. Jeffrey schlug die Augen auf, fuhr hoch und musste hastig ausatmen. Es war nur ein Traum – Gott sei Dank – er war noch immer in seinem Appartement. Doch warum waren seine Hände so feucht? Er versuchte aufzustehen, rutschte jedoch auf dem nassen Boden mehrmals aus und brauchte eine gefühlte Ewigkeit, um den Küchentresen zu fassen zu bekommen, an dem er sich endlich hochziehen konnte. Er tastete nach dem Lichtschalter, doch es gab keine Reaktion – kein Klick, kein helles Aufblitzen – nichts. Auch erneutes Drücken brachte nicht den gewünschten Erfolg, also fasste er seine Hosentasche ab und atmete beruhigt aus, als er sein Smartphone aus der Tasche zog und etwas Licht in den abgedunkelten Wohnraum brachte. Es dauerte nur wenige Augenblicke, bis er die rote Flüssigkeit am Boden und an seinen Händen als Blut identifiziert hatte – und die Quelle als Rosemarie Miles – die mitten im Raum aufgeschlitzt am Boden lag.

Hunter, der Nachtportier, sah auf seine Uhr und wartete, bis Lifttüren sich öffnen würden. Gerade wollte er sich wieder der New York Times widmen, die er vor sich auf dem Tresen liegen hatte, als die Türen aufglitten und eine mit Blut verschmierte Person förmlich heraus sprang. Jeffrey – wie erwartet. „Jeffrey, mein Gott – was ist passiert?!“ Es war kurz vor 3 Uhr in der Nacht und die Lobby war menschenleer, als Jeffrey in Hunters arme stolperte und stammelnd von einer Leiche erzählte, die in seiner Wohnung lag. „Ssscccht, nicht, dass dich noch jemand hört!“ sagte Hunter und legte ihm einen Finger auf den Mund. Verwirrt sah Jeffrey ihn an und zum ersten Mal seit ihrem Gespräch schien er ihn überhaupt wahrzunehmen.

Nachdem Jeffrey sich die Arme und das Gesicht in Hunters Wohnung gewaschen hatte, brachte er den Portier nach oben – seine Bitte, doch die Polizei zu verständigen, ignorierte Hunter gekonnt. Im Appartement angekommen schloss Hunter die Tür hinter ihnen und wie ein Wunder schienen nun auch die Lichter wieder zu funktionieren. „Hier, wir rollen sie auf den Teppich!“ Hinter deutete auf den alten Perserteppich, der unter dem Sofa lag und wie benommen hob Jeffrey das Möbelstück an, damit der Portier die Unterlage herausziehen konnte. Zwei Stunden später war die Leiche von Rosemarie Miles sauber eingerollt, und Hunter, der sich Bleichmittel und eine Putzausrüstung aus der Hausmeisterkammer geholt hatte, war dabei, die letzten Überreste zu beseitigen, als Jeffrey – der den Küchentresen reinigte, aufsah. „Was machen wir hier eigentlich?!“ Hunter legte den Wischmobb zur Seite, schulterte die Teppichrolle und nickte ihm nur kurz zu, bevor er ihn in wortlos in der Wohnung zurück lies…
2x02 - Private Conversation (1 Slot)
Was bisher geschah: Als Jeffrey am Boden seines Appartements aufwachte, musste er entsetzt feststellen, dass seine Nachbarin, Rosemarie Miles, aufgeschlitzt im Wohnraum lag. Verwirrt half er daraufhin Hunter, dem Nachtportier, die Leiche und das Blut aus seiner Wohnung zu entfernen…

Er stand in der Dusche und ließ sich das dampfend heiße Wasser auf das Gesicht rieseln, als es plötzlich an seiner Tür klopfte. Zuerst sanft, dann wurde es schnell lauter und heftiger. Er stellte das Wasser ab, schnappte sich ein Handtuch und band es sich um die Hüfte, als er Andrea Miles‘ Stimme vor der Tür hörte. „Jeffrey, bist du okay?“ schrie sie und wollte erneut auf die Tür einschlagen, als Jeffrey sie endlich einen Spalt öffnete und Andrea sanft aber schnell in die Wohnung zog. „Was geht hier ab?!“ flüsterte er und sah Andrea verärgert an. Er hatte eigentlich keinen Grund, auf sie wütend zu sein – eigentlich war sie die einzige Person, die ihn von Anfang an gewarnt hatte, Hardwick Manor sofort wieder zu verlassen. „Jeffrey, du tust mir weh!“ sagte sie und als die ersten Tränen aus ihren Augen flossen, merkte er, wie fest er ihr Handgelenk immer noch drückte.

„Rosemarie..“ flüsterte er und konnte ihr nicht in die Augen sehen – erst vor wenigen Stunden hatte er zusammen mit dem Portier die Leiche ihrer Großmutter verschwinden lassen – wie konnte man für so eine Nachricht nur die richtigen Worte finden. „Ich weiß!“ sagte Andrea und rieb sich immer noch das Handgelenk. „Es war meine Schuld, ich…. wir hätten das Haus nicht verärgern dürfen.“ Andrea sah beschämt zu Boden. „Was ist hier passiert, nachdem du die Nachricht an der Wand freigelegt hattest?! Sag mir bitte, dass ich das nicht geträumt habe!“ Jeffrey ging die Wand des Wohnzimmers ab, die vorgestern Nacht noch eine mit Blut geschriebene Todesdrohung aufwies, jetzt aber keinerlei Rückstände davon zeigte. Andrea sah ihm tief in die Augen und nickte – sagte aber nichts dazu. „Hunter hat..“ fing er an, doch Andrea unterbrach ihn. „Hunter arbeitet für sie… du darfst ihm nicht vertrauen“ Jeffrey wusste nicht, wen Andrea mit „sie“ meinte, doch er hatte sie schon früher nicht ernst genommen, als sie ihn vor diesem Ort gewarnt hatte – diesen Fehler würde kein zweites mal begehen.

„Wir müssen hier raus – lass uns abhauen. Andrea…“ er trat auf sie zu, strich ihr sanft durch die Haare und sah ihr tief in die Augen. Sie schluckte, öffnete ihre Lippen etwas und küsste ihn sanft. „Für dich ist vielleicht noch Zeit – aber nicht mehr lange. Pack sofort seine Sachen und verschwinde – schaue nicht zurück!“ Sie ließ von ihm ab und lief zur Tür hinaus…
2x03 - Punishment (1 Slot)
Was bisher geschah: Als Jeffrey Andrea davon erzählen möchte, wie Hunter ihm ohne Fragen geholfen hatte, die Leiche ihrer Großmutter verschwinden zu lassen, schien sie von den Ereignissen nicht überrascht zu sein. Als er sie bat, mit ihm zu gehen und von diesem Ort zu verschwinden, küsste sie ihn zum Abschied und hoffte, dass es für ihn noch nicht zu spät sei…

Als Jeffrey mit prallem Rucksack aus dem Lift trat, sah Hunter auf. Er lächelte den Bewohner an, als wäre die Nacht nie passiert, in der sie die Leiche von Rosemarie zusammen in seinem Teppich verstaut hatten. „Wo geht es hin, Jeffrey?“ fragte Hunter und hielt ihm die Tageszeitung entgegen. Jeffrey lehnte dankend ab und musste daran denken, wie Andrea ihn vor Hunter warnte. „Ich möchte nur einige Besorgungen machen – wir sehen uns“ Er nickte und wollte schon zur Tür raus, als Hunter ihn musterte. „Das ist aber viel Gepäck für Besorgungen…“ er lachte und Jeffrey wurde unbehaglich. „Wie auch immer – bis später!“ Jeffrey drehte sich um, lief förmlich auf die Ausgangstüren der Lobby zu und holte tief Luft, als er die schweren Glastüren hinter sich gelassen hatte und in das Taxi stieg, das er zuvor gerufen hatte. Hunter sah ihm nach und sein Lächeln wurde breiter. „Bis gleich…“ flüsterte er und schlug die Zeitung auf.

Andrea stand am Fenster und sah dem Yellow Cab nach, das Jeffrey bestiegen hatte. „Er wird nicht weit kommen!“ sagte Rosemarie Miles, die hinter ihr stand. „Lasst ihn in Ruhe!“ sagte Andrea und drehte sich zu ihrer Großmutter um. „Ihr habt doch mich, was wollt ihr denn noch?!“ Tränen liefen ihr über die Wangen und ihre Füße ließen nach. „Na na, mein Kind!“ Ihre Großmutter ging in die Knie und strich ihr über die Wang – die zweite Hand fuhr ihr unter den Rock und streifte an ihrem Höschen. „Nicht..“ flüsterte Andrea, als sich das Gesicht ihrer Großmutter veränderte. „Du warst ein böses Mädchen!“ schrie ihr Vater, der nun an der Stelle hockte, die zuvor ihre verstorbene Großmutter eingenommen hatte und schlug auf ihr Gesicht ein. „Und jetzt wirst du dafür bestraft!“ Andrea schrie auf, als das Monster, das das Gesicht ihres Vaters trug, ihr das Kleid vom Körper riss und sie auf den Boden warf.

Jeffrey sah aus dem Fenster seines Taxis, als ihm langsam übel wurde. „Alles okay, Sir?“ fragte der indische Fahrer, doch Jeffrey fand keine Stimme, um ihm zu antworten. „Sir?!“ fragte der Fahrer erneut, als Jeffrey nach hinten fiel und das Bewusstsein verlor…
2x04 - Too Late to Leave (1 Slot)
Was bisher geschah: Während Jeffrey versuchte, Hardwick Manor hinter sich zu lassen und bei der Taxifahrt das Bewusstsein verlor, bekam Andrea in ihrem Appartement Besuch von ihrer verstorbenen Großmutter und ihrem Vater, der sie ein Böses Mädchen nannte und ihr als Bestrafung für ihren Ungehorsam die Kleider vom Leib riss…

Als Jeffrey die Augen öffnete, blickte er in das Gesicht von Hunter. Er sprang erschrocken auf und stieß dabei den Sessel um. „Was mache ich hier?!“ fragte er geschockt. „Du hast das Bewusstsein verloren, der Taxifahrer brachte dich hierher zurück, er meinte, ihr seid nicht mal 2 Blocks gefahren. Hast du dir vielleicht einen Virus eingefangen?“ Hunter trat näher und griff ihm an die Stirn. „Die ist ja ganz heiß!“ sagte der Portiert übertrieben erstaunt und schob ihn Richtung Lift. „Du solltest dich etwas ausruhen, wenn du möchtest, kann ich dir etwas Tee rauf bringen?“

Andrea ließ das Monster gewähren, wie sie es immer tat. Sie hatte schon lange aufgehört, sich dagegen zu wehren – Gegenwehr machte das Geschehene nur schlimmer und vor allem blutiger. Ihr Vergewaltiger wechselte mehrmals das Gesicht, von ihrem Vater zu Mr. Jeffreys, der 2 Türen weiter zerstückelt wurde, zu Tim, dem süßen Jungen aus 23A, den sie immer begehrt hatte, bis er das nächste Opfer des Hauses und damit einer ihrer Gefängniswärter wurde. Als es vorbei war, löste „es“ sich in Luft auf und die Wohnung wurde wieder gespenstisch leer. Das schlimmste waren nicht einmal die regelmäßigen sexuellen Übergriffe – damit hatte sie sich, so schlimmes klingen mag, schon lange abgefunden. Viel Schlimmer war, dass dieses Monster die Gesichter ihrer geliebten Menschen missbrauchte, um diese Gewaltakte zu vollführen.

Als es an ihrer Tür klopfte, zog sie sich ein Nachthemd über und öffnete, ohne durch den Spion zu sehen. „Oh nein…“ flüsterte sie enttäuscht, als sie Jeffrey erblickte. „Nein, nein, nein…“ sie fiel ihm um den Hals, drückte ihn fest an sich und begann zu weinen. „Hast du das Bewusstsein verloren?!“ flüsterte sie ihm ins Ohr und er nickte nur. „Dann war es schon zu spät, es tut mir leid…“ Sie nahm ihn sanft an der Hand, zog ihn in ihre Wohnung und schloss die Tür hinter sich…